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Emissionsarmer Schiffsdiesel

Aufgrund der Entwicklungen in der Abgasgesetzgebung im Bereich der Schifffahrt wird es ähnlich wie in der Automobil- bzw. Nutzfahrzeugbranche nötig werden, Verfahren/Techniken zu umzusetzen oder zu entwickeln, die die Einhaltung geforderter Emissionsgrenzwerte ermöglichen. Ab 2016 tritt die Regelung IMO Tier III der International Maritime Organization (IMO) in Kraft. In ihr werden für die Emission Control Areas (ECAs) die Grenzwerte für Stickoxide (NOx) drastisch begrenzt – eine NOx-Reduzierung von bis zu 80 % gegenüber IMO Tier I. Dieses Ziel kann durch die jetzt schon im Einsatz befindlichen innermotorischen Verfahren, wie z. B. der Common-Rail-Einspritzung, nicht erreicht werden. Vor diesem Hintergrund, aber auch der Tatsache, dass der Schwefelanteil der Marinekraftstoffe in den nächsten Jahren ebenso reduziert wird, ergeben sich Einsatzszenarien für Verfahren, die sowohl aus den PKW- als auch NKW-Bereich bekannt sind. Zu diesen Verfahren gehört die externe Abgasrückführung (AGR). In diesem Zusammenhang untersucht die FVTR GmbH in Kooperation mit der Universität Rostock und der Caterpillar Motoren GmbH & Co. KG an einem mittelschnelllaufenden Schiffsdieselmotor vom Typ Caterpillar MaK 6M20 die Umsetzbarkeit einer AGR bei Schiffsdieseln.

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